Nachrichten aus dem internationalen Pi-Club

mit Fotos unter http://piworld.de/piworld/_pimore.htm

In Anwesenheit und unter Aufsicht von Herrn Schmidt, dem Pi-Club-Botschafter für Berlin und Brandenburg, haben am 23.05.2007 folgende „Rückertianer“ die Aufnahmeprüfung in den internationalen Pi-Club (mindestens 100 Nachkommastellen auswendig vortragen können) bestanden:
 

Kristin Elsner (7A)

Lea Fink (7A)

Sari Jung (7A)

Fr. A. Marschall (Mathelehrerin)

Mara Ohlhoff (7A)

Jakob Fasika-Stühler (ehemaliger Rückertschüler)

und

Franziska Boenisch (7A)

 

Franziska hält mit 1111 Stellen den Schulrekord, steht damit auf dem 35. Platz der Weltbestenliste und wurde für diese außergewöhnliche Gedächtnisleistung mit dem T-Shirt des Pi-Clubs ausgezeichnet.

 

Die nächsten Aufnahmeprüfungen finden am Pi-Day 2008 (14.03.2008) statt!

 

Pädagogische Anmerkung:

Wer eine spontane Abneigung gegen Zahlen, „Mathematik“ und den „sinnlosen Quatsch“ dieses Auswendiglernens hat, dem seien die Aspekte Mnemotechnik, Lerntypen, fächerverbindende Lernstrategien, Konzentrationsübungen … genannt. Das Pi-Lernen eignet sich auch für das Methodentraining und lässt sich auf andere Lernaufgaben übertragen.

 

Auf welche Art lernte ich Pi? – von Franziska Boenisch
 

Ich lernte Pi, indem ich mir die Zahlen in gleichlangen Reihen mit Dreiergruppen aus dem Internet ausdruckte und jeweils die Reihen, die ich lernen wollte, solange durchlas, bis mir Zusammenhänge zwischen den Zahlen auffielen. Einerseits Zusammenhänge nur bei den Zahlen, z. B. 974    944, andererseits aber auch Zusammenhänge zwischen den „Charakteren“, die die Zahlen jeweils für mich besitzen. So ist dann ein Dreier mit dem nächsten z.B. befreundet, sich sehr ähnlich oder der absolute Kontrast. Diese Beziehung ergibt sich z.B. durch die „freundlichen“ Zahlen, die etwa in den beiden Dreiern 592 und 653 zu finden sind, wobei die beiden Fünfen das Positive repräsentieren, die Neun sich gut mit der Zwei und die Sechs mit der Drei ergänzt und so die Zahlendreier in sich abgeschlossen scheinen.
 

Dann gibt es einige Dreier nur mit „schlechten“ Zahlen, wie z.B. die Neun, die für mich sehr großen Übermut und Größenwahnsinn darstellt, die mir sozusagen als „Eckpfeiler“ dienen, bei denen ich genau weiß, wo sie stehen, und dann nur noch die anderen Ziffern ergänzen muss.
 

Natürlich braucht das seine Zeit. Bis ich 1111 Stellen auswendig konnte, hat das bestimmt mehr als 10 Stunden gedauert. Aber Pi-Lernen kann sehr entspannend sein, weil ich finde, dass man dabei gut abschalten kann, weil man sein Denken auf nichts anderes als auf die Zahlen lenken muss.

 

Gez. Marschall am 27.05.7