Mathematisches Monatsrätsel Januar 2008

 

 

Gesucht sind Vor- und Familienname, Geburts- und Todesjahr des Mathematikers, der im Folgenden beschrieben wird. Abgabeschluss: Freitag, der 08.02.08 im Mathebriefkasten im Sekretariat (Name und Klasse nicht vergessen!)

 

 

Als Kind nannte man den Gesuchten „Herr Warum“, weil er beharrlich fragte und forschte. In Mathematik beherrschte er schon im Gymnasium den Hochschulstoff. Er verlangte für jedes Ereignis eine streng logische Erklärung, glaubte nicht an den Zufall im Lotto und versuchte sich sogar an einem Gottesbeweis. – Ein Spinner?

 

Anfangs der Nazizeit lebte Herr Warum mit seiner 6 Jahre älteren Frau, einer ehemaligen Nachtclubtänzerin, in Wien, wo er eines Tages wegen seiner Hornbrille von Nazischlägern als Jude angesehen (er entstammte einer christlichen Familie) und verprügelt wurde. Seine Frau jagte die Täter mit ihrem Schirm in die Flucht. Ohne sie war er auch im täglichen Leben hilflos. – Ein Weltfremder?

 

Die Flucht nach Amerika führte ihn mit einem berühmten deutschen Physiker zusammen. Dessen Tod im Jahre 1955 war für ihn ein großer Schock, brachte weitere Vereinsamung und Nahrungsverweigerung aus Angst vor Vergiftung, bis er schließlich auf 30 kg abgemagert, vor fast genau 30 Jahren an Unterernährung durch eine Persönlichkeitsstörung starb. – Ein Wahnsinniger?

 

Und die Mathematik? Der Gesuchte hat weniger als 100 Seiten veröffentlicht. In der Schulmathematik wird er kaum genannt. Sein wichtigster Gedanke ist, dass es mathematische Sätze gibt, die richtig sind, aber nicht bewiesen werden können. Vielleicht gehört die Vermutung eines älteren Mathematikers dazu, die besagt, dass jede gerade Zahl ab 6 als Summe zweier Primzahlen darstellbar ist (6 = 3 + 3; 8 = 5 + 3 …). Bis heute ist diese Aussage noch nicht bewiesen, aber auch nicht widerlegt! – Ein Genie?

 

Ein Tipp: Der Nachname reimt sich auf den Bestandteil eines deutschen Weihnachtsessens!

 

 

Marschall 20.01.08