| Herr Prof.
Jean-Louis Thiebault und Frau Dr. Sonia Leverd vom Institut d'Etudes
Politiques de Lille |
| zu Besuch am
Rückert-Gymnasium
Informationsveranstaltung
zum „Double Diplôme
Franco-Allemand“ |
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Am Mittwoch dem
2.11. in den ersten beiden Stunden waren das erste und zweite
Semester des bilingualen Zuges zu einer Informationsveranstaltung
eingeladen. Hierbei erfuhren wir etwas über die Möglichkeit eines
zweisprachigen Studiums, das als Besonderheit den Erwerb zweier
Diplome jeweils
anerkannt in Deutschland und in Frankreich bietet. So ist das
Studium ein Art Mittelweg zwischen der französischen <<
Grande Ecole >> und der Universität. Deutsche und Franzosen
studieren auf Bachelor und Master. Gemeinsam verbringen sie jeweils
ein Jahr an der Universität in Lille, dann in Münster, anschließend
wieder in Lille und im fünften Jahr darf man zwischen beiden
Instituten wählen. Die Studienrichtung ist allgemein
unter |
Gesellschafts- und
Politikwissenschaften zusammenzufassen. Hierbei erwirbt man eine sehr
gute Allgemeinbildung, kann sich im Laufe des Studiums jedoch auch
noch auf gewisse Gebiete spezialisieren. Mit
seinen Abschlüssen wird man in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten
können: u.a. in einem Unternehmen in der Finanz-, Marketingabteilung,
Kultur, Verwaltung und Journalismus. Außerdem bieten sich
international angelegte Berufe an, wie die eines
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Diplomaten oder
eines „Europabeamten“
bei der UN oder der europäischen Union. Es bestehen also gute
Berufsaussichten. Um nun aber einen der raren Studienplätze zu
bekommen, muss man sich nach einer schriftlichen Bewerbung außerdem
einem Ausleseverfahren unterziehen. Dieses findet in Lille in drei
Prüfungsetappen statt: Zunächst wird das Allgemeinwissen überprüft,
anschließend nach Wahl Wissen in Geschichte, Erdkunde, Mathe,
Wirtschaft oder PW. Als
letztes gilt es einen Text in französischer Sprache zu verfassen.
Das
alles bekamen wir von einem älteren französischen Monsieur erzählt,
der sich viel Mühe gab uns für diese Art des Studium zu begeistern:
die Studienplätze an zwei verschiedenen Orten, das internationale
Ambiente, die Finanzspritze für Studierende im jeweiligen Ausland.
Darüber vergaß man gern, dass es da noch anfallende Studiengebühren
gibt. Zum Bedauern einiger Mitschüler kein Mathe- und Chemiezweig
existiert oder, was ich noch schade fand, keine Möglichkeit noch ein
Auslandssemester in einem |
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weiteren Land
einzuschieben. Doch die Aussicht mit zwei angesehenen Abschlüssen,
die Gelegenheit eine Sprache zu perfektionieren und mit Studenten
aus anderen Ländern zu lernen, finde ich sehr verlockend.
Es
scheint also eine sehr zu empfehlende Art des Studiums zu sein.
Interessierte sollten für weitere und ausführlichere Informationen
die Internetseiten der Uni besuchen unter http://iep.univ-lille2.fr/ oder http://www.uni-muenster.de/
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