Magdeburg – Paderborn: Exkursionsfahrt der Geschichtskurse

 

Am 2. und 3. November sind 20 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit Herrn Buck und Herrn Kersten nach Paderborn gefahren um dort eine Ausstellung zu besuchen, die sich mit dem Gang Heinrich IV. nach Canossa befasst.

 

Am Donnerstag fuhren wir um halb zwölf vom U-Bahnhof Bundesplatz ab, um unseren Zug zu bekommen, der uns erst einmal nach Magdeburg bringen sollte. Dort besuchten wir die Ausstellung "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962 bis 1806".  Es wurden viele Originalquellen von Otto dem Grossen bis hin zum Ausgang des Mittelalters gezeigt, wie zum Beispiel der Codex Manesse, die umfangreichste und berühmteste mittelhochdeutsche Liedersammlung des Hochmittelalters. Abgesehen von dieser Ausstellung, die leider sehr überfüllt war, gab es in dem Museum noch die Rekonstruktion eines mittelalterlichen Dorfes. In diesem wird die Schmiedekunst wie früher ausgeführt und es war interessant sich mit den Schmieden persönlich zu unterhalten und so einen Einblick in ihren Beruf zu erhalten.

 

Leider hatten wir keine Zeit uns Magdeburg weiter anzusehen, da wir unseren Zug nach Paderborn kriegen mussten. Ziemlich verfroren standen wir dann dort gegen halb acht abends vor der Jugendherberge und bezogen unsere Zimmer.

 

Am Abend waren wir alle zusammen noch in einem Restaurant.

 

Am nächsten Morgen machten wir als erstes einen Stadtrundgang und besichtigten den "Hohen Dom zu Paderborn" mit dem berühmten Hasenfenster. Im Anschluss daran hatten wir Zeit uns Paderborn auf eigene Faust anzugucken um danach das eigentliche Ziel unserer Reise zu erreichen: die Ausstellung "Canossa 1077". Zum Glück hatten wir einen sehr kompetenten Führer, der uns alles geduldig erklärte. In der Ausstellung wurde sehr eindrucksvoll gezeigt, unter welchen Umständen Heinrich IV. zum Papst ging. Zu sehen war zum ersten Mal außerhalb Roms auch der in Marmor gearbeitete Papstthron aus dem Lateran.

 

Außerdem gab es viele weitere Ausstellungsstücke, wie zum Beispiel eine vollständig erhaltene 1000 Jahre alte blaue Glasvase oder mittelalterliche Handschriften, deren Miniaturen noch erstaunlich hell strahlten.

 

Mit all diesen Eindrücken fuhren wir dann wieder in Paderborn ab und kamen müde um halb elf in Berlin an. Leider hatten wir nicht so viel Zeit die beiden Städte zu erkunden. Da die Canossa-Ausstellung allerdings sehr gut war und wir auch darüber hinaus viel Spaß hatten, hat sich die Fahrt dennoch gelohnt.

 

Laura Kebe, 3. Sem.

Geschichtsleistungskurs

07.11.2006