Neue Erkenntnisse finden durch Verallgemeinern – Vortrag von Prof. Schulz im Wahlpflichtkurs Mathematik
 

 

Aus einem quadratischen Blatt Papier soll ein Viereck gefaltet werden, dessen Eckpunkte die Seitenmitten des Ausgangsquadrates sind.
 

Mit dieser Aufgabe begann Prof. Schulz von der Humboldt-Universität am 21.1.11 seinen Vortrag im Wahlpflichtkurs Mathematik der 10. Klassen. Was zunächst nach einer Grundschulaufgabe aussah, stellte sich schnell als Einstieg in eine Kette von immer komplexeren geometrischen Verallgemeinerungen heraus, die passend zum Curriculum auch bewiesen werden mussten.  Dabei war stets auch Wissen „aus einem früheren Leben“ – wie es Herr Schulz es formulierte –  gefragt: Definitionen und Eigenschaften von Vierecken, Kongruenz- und Strahlensätze  und sogar quadratische Gleichungen. Die Erkenntnisse gipfelten in dem „Satz von Varignon“, benannt nach dem französischen Mathematiker (1654 – 1722).
 

Eine besondere kopfgeometrische Herausforderung war die Untersuchung dreidimensionaler Vierecke. Gibt es das überhaupt? Hier stellte es sich als Glücksfall heraus, dass der Kurs vor Weihnachten die Platonischen Körper näher untersucht hatte.
 

Herr Schulz hat es verstanden, die Schülerinnen und Schüler über volle 90 Minuten und ohne Pause anhand eines einzigen mathematischen Satzes zu intensiver Denkarbeit zu motivieren!  Der Wahlpflichtkurs und Frau Rennoch bedanken sich für sein Kommen und den kurzweiligen Vortrag!

 

M. Rennoch