Auf den Spuren Goethes und Schillers – Unsere Kursfahrt nach Weimar
Um dem Schuljahr ein glorreiches Ende zu bereiten,
entschieden Frau Rennoch und Frau Lahser mit
ihren Deutschleistungskursen eine Kurzfahrt nach Weimar zu organisieren.
Der Morgentau glänzte auf der Grünfläche am Südkreuz und Nebelschwaden stiegen empor, als wir am Freitagmorgen verschlafen in den Zug stiegen. In der Kulturstadt Weimar angekommen wurde sogleich Goethes geräumiges Wohnhaus begutachtet und sein farbenfroher Einrichtungsgeschmack bewertet.
Mit dem wichtigsten Gebäude Weimars vertraut, besichtigten wir in Kleingruppen Goethes Gartenhaus, die Anna-Amalia-Bibliothek, das Schiller-Goethe-Denkmal vor dem Nationaltheater, die Franz-Liszt-Musikhochschule, das Bauhaus-Museum, die Fürstengruft nebst russisch-orthodoxer Kapelle, das Wohnhaus der Charlotte Stein und testeten diverse Bäcker und Sitzbänke.
Am Abend trauten wir uns in "Goethes geheimen Auftrag", eine Inszenierung des Theaters im Gewölbe, die in einigen von uns eine starke Vorfreude auf die Rückfahrt mit dem Großraumtaxi und den Abend in der Jugendherberge weckte.
Um 23 Uhr war „Schicht im Schacht“. Und das sogar freiwillig.
Der Morgentau glänzte auf der Wiese vor der Jugendherberge und Nebelschwaden stiegen empor, als wir am Samstagmorgen verschlafen zum Frühstück wankten. Ein langer Fußmarsch zum Konzentrationslager Buchenwald und die beeindruckende Führung vor Ort boten einen tristen, aber aufschlussreichen Vormittag.
Obwohl Schiller im Gegensatz zu Goethe sein Anwesen nicht vom Herzog Carl August geschenkt bekommen hatte, sondern zu Lebzeiten unablässig Mietschulden anhäufte, war die Besichtigung seines Wohnhauses am Nachmittag einen mehrstündigen Aufenthalt wert.
Mit unzähligen
Liszt-Bleistiften, unbeschriebenen Postkarten und literarischen Weimar-Notizen
beladen, machten wir uns erschöpft und zufrieden auf den Rückweg nach Hause.
Gaia Vogel, 3.Sem.