"Der König, der seine Musik verlor"
Dieses musikalische Märchen wurde am Vormittag des 1.
März in der Aula unserer Schule aufgeführt von Andrea Saskia Dyhr, Alt- und
Tenorsaxophon und Clemens Hund-Göschel, Klavier. Zum Publikum gehörte "unsere"
Klasse 5 A, die anderen Konzertbesucher kamen von der Sternbergschule.
Veranstaltet wurde das Schulkonzerts durch "LIVE MUSIC
NOW", eine Organisation, die durch den unvergessenen Geiger, großen Humanisten
und UNICEF-Sonderbotschafter Lord Yehudi Menuhin (1916-1999) ins Leben gerufen
wurde. (Näheres unter www.livemusicnow-berlin.de.) Menuhin wollte damit
einerseits junge Künstler am Beginn ihrer Karriere fördern und andererseits die
Musik zu den Menschen bringen, die selbst nicht oder nur schwer zur Musik
kommen. "LIVE MUSIC NOW" fördert zurzeit über 150 junge Musiker/innen und
veranstaltet ca. 250 Konzerte im Jahr, nun eben auch bei uns in der Aula.
Die Saxophonistin, deren Ehemann GEV-Vorsitzender der
Sternbergschule ist, vermittelte die Konzertreihe. So war es nur angemessen,
dass sie das erste Konzert spielte, wobei dem meist konzentrierten Publikum ein
Programm geboten wurde, das die Vielfältigkeit der Klangmöglichkeiten von
Klavier und Saxophon an Werken quer durch die Musikgeschichte musikalisch und
technisch perfekt präsentierte. Zusätzlich war die Aulabühne ansprechend
dekoriert mit Märchen- und Musikbezogenen Accessoires.
Die Umrahmung der gut gewählten, abwechslungsreichen
kurzen St¨cke mit dem Märchen leisteten die zwei Musiker selbst. Die Geschichte
klingt ja ziemlich aktuell. Der König wird von seinen Buchhaltern gezwungen
seine Hofmusiker zu entlassen, damit das Geld für das undichte Dach und das
Heizen der Kamine reicht. Allerdings ist das Ende des Märchens dann doch sehr
"märchenhaft", denn die Buchhalter lernen nun selbst Musikinstrumente, weil auch
ihnen die Musik nun fehlt, die der König somit zurückbekommt. Das erscheint mir
eher kein Modell für die Förderung der Musik in Berlin zu sein...
Am 12. April geht die Konzertreihe weiter mit einer viel
versprechenden Kombination: Klavier und Vibraphon.
Rainer Vogt