Wahlkampferöffnung am Rückert-Gymnasium
Bereits am 29. März wurde am Rückert-Gymnasium der Wahlkampf eröffnet, und zwar der Wahlkampf für die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2011.
Organisiert wurde die Veranstaltung, eine Podiumsdiskussion mit den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe, vom Fachbereich Politikwissenschaft, moderiert von einem Schüler und einer Schülerin, Keno Canzler (13. Klasse) und Ivana Simic (10. Klasse).
Zu Gast waren die frisch gekürten Kandidaten Tempelhof-Schönebergs der bereits im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien: Herr Zander (CDU), Herr Oberg (SPD), Herr Zillich (Linke) sowie Herr Drakowski (FDP).
Die Grünen ignorierten leider unsere Einladung.
Über die Diskussionsrunde, die auf große Resonanz bei den z.T. erstmalig an einer Wahl teilnehmenden Oberstufenschülerinnen und –schülern stieß, wurde auch in der
Berliner Zeitung berichtet:| Politikhungrige Jugend Berliner Schüler sind interessiert an Politik. Podiumsdiskussionen mit Politikern werden an Schulen immer beliebter Facebook und Twitter machen es möglich. Dass sich politische Debatten inzwischen oftmals im Internet abspielen, gilt als Grund dafür, dass das politische Interesse vieler Jugendlicher wächst. In Berlin treten zahlreiche Erstwähler bei der Abgeordnetenhauswahl im September erstmals an die Wahlurnen. Dieses Stimmenpotenzial haben mittlerweile auch Berlins Politiker erkannt, die verstärkt die Interaktion mit der jungen Generation suchen. Ein neuer Trend sind Podiumsdiskussionen an Schulen wie das "Forum Rückert" an der Rückert-Oberschule, das vergangene Woche bereits zur vierten Diskussionsrunde einlud. Dort ergriffen die Schüler die Möglichkeit zum Dialog mit der Politik und geizten nicht mit kritischen Fragen zur Berliner Bildungspolitik. Bis auf die Grünen, die möglicherweise noch die Erfolge der Landesverbände in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz feierten, lieferten sich Vertreter aller großen Parteien eine kontroverse, zeitweise emotionale Debatte. Neben dem Stimmenfang gehe es in erster Linie darum, "Appetit auf Politik" zu machen und einen "ehrlichen Dialog" zu fördern, sagt Mirco Dragowski, FDP-Fraktionsangehöriger. Außerdem könne man voneinander lernen, schwierige Inhalte vermitteln und Stimmungen der Jugend erkennen, stellt Lars Oberg, SPD, fest. Den Schülern wird die Möglichkeit, persönlich politische Vertreter kennenzulernen, helfen, im Herbst eine Wahlentscheidung zu treffen. Ähnliche Veranstaltungen sind auch an zahlreichen anderen Berliner Schulen geplant. Eines der wichtigsten Themen stellt in fast jeder Diskussion die geplante Schulzeitverkürzung dar. Bleibt zu hoffen, dass trotzdem zukünftig immer noch genügend Zeit für politische Begegnungen an Schulen bleibt. (Hannah Vahlefeld, Keno Jakob Canzler, beide 18 Jahre) |
Besonders der von den Schülern kreierte Name für derlei Veranstaltungen, die am Rückert-Gymnasium ja eine lange Tradition haben, sollte in Zukunft noch öfter zu lesen und zu hören sein: Forum Rückert.


Uwe Eichhorn
Fachbereichsleiter Gesellschaftswissenschaften