Türkischer Kinofilm am Rückert-Gymnasium
Im Rahmen der 8. Türkischen Filmwoche Berlin wurde am Mittwoch, dem 9. Juni 2010, in der Aula des Rückert-Gymnasiums der Film BABAM VE OĞLUM (MEIN VATER UND MEIN SOHN) von Çağan Irmak gezeigt. Die Tragikomödie war 2005 in der Türkei ein großer Publikumserfolg.
Es war das erste Mal, dass ein Film aus dem Programm der Türkischen Filmwoche Berlin an einer Schule gezeigt wurde. Die Resonanz bei den etwa 220 türkischstämmigen und deutschen Schülern und Schülerinnen von Klasse 9 bis Klasse 12 war sehr groß. Der Film wurde auf Türkisch mit deutschen Untertiteln gezeigt. Viele Schüler und Schülerinnen verfolgten auch aufmerksam die sich anschließende Podiumsdiskussion über den Film und stellten Fragen an Bernd Buder, den Pressesprecher der Türkischen Filmwoche, der viele Informationen zum filmischen Schaffen des Regisseurs sowie allgemein zur türkischen Filmszene lieferte.
Die Veranstaltung wurde sehr sachkundig moderiert von Feyza Yesilkaya (2. Semester) und Gaia Vogel (Klasse 11a).
Wegen des großen Erfolges ist in Zusammenarbeit mit Bernd Buder geplant, auch im nächsten Jahr wieder einen türkischen Film an die Schule zu holen sowie weitere Filme, die auf Filmfestivals laufen, am Rückert-Gymnasium zu präsentieren.
Text und Foto: Peter Kersten
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Bernd Buder beantwortet Fragen zum Film. Moderation: Feyza Yesilkaya und Gaia Vogel. |
Filmhandlung
BABAM VE
OĞLUM:
Während des Militärputsches 1980 verliert Deniz seine Mutter. Jahre danach fährt
er mit seinem Vater Sadik zum Bauernhof seines Großvaters. Opa Hüseyin hatte
seinen Sohn Sadik vor Jahren verstoßen, weil dieser zu einem Politaktivisten
wurde. Deniz ist fasziniert von seiner Verwandtschaft, die er zum ersten Mal
sieht: eine grollende Tante, ein Einfaltspinsel als Onkel und eine Großmutter,
die über Funk kommuniziert. Sadik kehrt zurück, weil er seinen Sohn bei den
Großeltern lassen will. Doch Deniz weiß nichts davon. Jedoch stirbt Sadik und
Deniz ist dann sehr betroffen. Um über seinen Kummer hinwegzukommen versucht
jeder ihm die neue Umgebung etwas leichter zu gestalten. Dadurch kommt der
kleine Deniz seinem Opa immer näher.