Besuch des Internationalen Literaturfestivals mit dem LK Französisch

Am 15. September hat in Berlin dieses Jahr zum zehnten Mal das Internationale Literaturfestival begonnen. Wir, der Abi-Bac-Zweig des ersten Semesters, haben anlässlich des Festivals gemeinsam mit Frau Kraft und Frau Hansens die Lesung des französisch-haitianischen Schriftstellers Louis-Philippe Dalembert besucht. Louis-Philippe Dalembert ist am 8. Dezember 1962 in Haiti geboren und dort aufgewachsen, 1986 kam er nach Frankreich um dort seine in seinem Heimatland angefangene journalistische und literarische Ausbildung fortzusetzen. Er machte sein Doktorat in vergleichender Literaturwissenschaft, seitdem hat er in verschiedenen Ländern, hauptsächlich in Europa, gelebt. Er reist sehr viel durch die ganze Welt, eines der Hauptthemen seiner Werke ist auch das „Umherschweifen“ (vagabondage). Seine derzeitigen Wohnorte sind Paris, Berlin und seine Geburtsstadt Port-au-Prince in Haiti.

Die Lesung fand im Haus der Kulturen der Welt statt. Wir wurden zusammen mit Schülern von vier anderen Schulen in einen kleinen Saal geführt. Eine junge Frau eröffnete die Vorlesung mit einem englischen Liebeslied auf der Gitarre. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Moderatorin begann Dalembert aus seiner Novelle „Histoires d'amour impossibles... ou presque“ zu lesen. Er sprach Französisch mit dem Akzent eines Haitianers, sodass es einem zu Beginn etwas schwerfiel, alles zu verstehen; doch mit der Zeit gewöhnte man sich daran. Dalembert las von einer fernen Stadt, von Hitze, Meer und von der Liebe. Die Novelle, die von einem Jungen handelte, hatte autobiographische Züge. Ein wichtiges Thema war auch die Kindheit und der Beginn des Erwachsenwerdens. Dann wurde die Fragerunde eröffnet. Es wurde viel gefragt, besonders über die Liebe und Heimat des Autors.

Es war toll jemandem, dessen Werk man gelesen hat, Fragen stellen zu können und so das Werk vielleicht aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Gleichzeitig konnte man einiges über den Beruf eines Schriftstellers erfahren, was für uns als baldiger Abschlussjahrgang natürlich besonders interessant war.

Alles in Allem ein schöner und horizonterweiternder Ausflug!

Imke Schwietering und Shadi Henninger, LK Französisch des 1. Semesters