Der
Grundkurs „Darstellendes Spiel“ – „Theater machen“ am Rückert-Gymnasium
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Grundkurs DS:
MORPHIUM - Eine Kabarett-Revuette aus dem Berlin der 20er
/ 30er Jahre |
„Theater machen“ hat am Rückert-Gymnasium eine lange Tradition, zunächst
in Arbeitsgemeinschaften, seit einigen Jahren in der Oberstufe als Grundkurs,
der auch in die Gesamtwertung für das Abitur eingebracht werden kann.
Aufgrund der großen Nachfrage der letzten Jahre, gibt es für den Kurs ein
Auswahlverfahren, dem sich die Interessenten unterziehen müssen. In der Regel
ist die Teilnehmerzahl auf maximal 15 Personen beschränkt ist. Vor dem
Auswahlverfahren bekommen die Interessenten alle nötigen Informationen über
Ablauf und Inhalt.
Im Vorfeld kann sich jeder Interessent vorab schon einmal mit folgenden Punkten
befassen:
Der Grundkurs DS ist ein verpflichtender,
4-semestriger Kurs.
Eine offene Grundhaltung zu diesem Fach muss
gegeben sein, denn DS umfasst viel mehr als nur das herkömmliche
„Sprechtheater“. Unbedingt notwendige Grundvoraussetzungen sind dabei
Interesse an Körperarbeit, Stimmarbeit, mit anderen zusammen zu spielen und
Erfahrungen zu sammeln, Interesse an Bühnenarbeit, Gesang, Tanz/Bewegung und
Schauspiel, die Einsicht, dass dazu nicht nur Kreativität nötig ist, sondern
auch Konzentration, Ausdauer und zupackende Tatkraft. Es geht also nicht
darum, sofort an einem Stück zu arbeiten, sondern allmählich ein „Ensemble“
zu bilden, verschiedene Module gemeinsam auszuprobieren und dann schließlich
mit den anderen zusammen an einer Produktion zu arbeiten.
Eine der wichtigsten Voraussetzungen sind
Neugierde, sich auf Neues einzulassen, die Bereitschaft auch vielseitige
Dinge auszuprobieren, sprich: die Lust, in einem Ensemble gemeinsam etwas
Kreatives zu schaffen.
Absolut unerlässlich ist dabei Zuverlässigkeit und
Einsatzbereitschaft, daher ist regelmäßiges und pünktliches Erscheinen
unbedingt notwendig. DS-Teilnehmer zu sein, heißt aber auch selbstständig zu
arbeiten, auch an Wochenenden und an zusätzlichen Probentagen, -wochen, also
Arbeit über den normalen Unterricht hinaus (z. B. Erstellen von
Bühnenbildern, Kostümarbeiten, Programmhefte, Plakaten etc.).
Wir erarbeiten uns
spielend die verschiedenen theatralischen Mittel (Bewegung, Stimme, Einsatz
von Requisiten, Maske und Musik etc.)
Neben der darstellenden Tätigkeit im DS-Kurs
findet auch die Theorie ihren Platz: Theaterformen, Bühnenbilder,
ästhetische Prinzipien, Dramaturgie, Regie etc. (wichtig für Klausuren und
im Falle einer Prüfung im Abitur).
Die Bewertung erfolgt zu 2/3 über den Allgemeinen
Teil (Zuverlässigkeit, Engagement, Mitarbeit, Kritikfähigkeit, Kreativität,
Lernfähigkeit, Teamfähigkeit, Begabung) und 1/3 über die Klausur
(theoretisch oder spielpraktisch).
Die geplanten Aufführungen werden ungefähr zur
Zeit des schriftlichen Abiturs liegen (Achtung: erhebliche zusätzliche
Belastung!).
DS kann als 5. Prüfungskomponente gewählt werden.
Die Aufgabentypen können sehr unterschiedlich sein. In jedem Falle werden
aber kreative Umsetzungen nach bestimmten ästhetischen bzw. theoretischen
Prinzipien und Kriterien eine Rolle spielen.
Fazit: DS sollte nicht aus Verlegenheit gewählt werden, sondern aus Leidenschaft
und als bewusste Entscheidung für eine ganz andere Arbeit an der Schule, die
aber auch mehr und anderes von Dir abverlangt.
Wir freuen uns auf tolle DS-Kurse und viele kreative Ideen.
Annkathrin Amelsberg und Andreas Kling, im November 2011