Friedrich Rückert, der Namenspatron unserer Schule,
zeichnete sich dadurch aus, dass er außer Deutsch noch weitere 44 (!) Sprachen
beherrschte, darunter neben den alten und den modernen europäischen auch etliche
orientalische. Es wäre wohl vermessen, ihn in dieser Hinsicht als ein
unmittelbares Vorbild für Schüler oder Lehrer darzustellen, aber dennoch: Ein
Ansatz von Verpflichtung steckt schon in diesem Patronat.
Das Fach Deutsch ist ein Integrationsfach erster Ordnung,
ist doch die deutsche Sprache in allen Fächern
- abgesehen von den modernen Fremdsprachen - Unterrichtssprache.
(Insofern hat auch die oft strapazierte Weisheit „Jede Unterrichtsstunde ist
auch eine Deutschstunde!“ nach wie vor ihre Gültigkeit.) Gerade für die Kinder
und Jugendlichen, die im häuslichen Umfeld nicht mit der deutschen Sprache
aufwachsen, ist die Integrationskraft des Deutschunterrichts besonders
bedeutsam.
Wichtige Aufgaben des Deutschunterrichtes sind die
Erweiterung von Sprachkenntnissen sowie von Fertigkeiten der schriftlichen und
mündlichen Sprachverwendung. Darüber hinaus werden die Schüler in Abhängigkeit
von der jeweiligen Klassenstufe mit wichtigen Werken der historischen und der
aktuellen deutschen Literatur bekannt und vertraut gemacht.
Das Fach Deutsch begleitet den Schüler durch seine ganze
Schulzeit, denn - im Gegensatz zu einigen anderen Fächern -
kann es bis zum Abitur nicht abgewählt werden. Nach dem Pflichtunterricht
der Mittelstufe können die Schüler in der Oberstufe zwischen dem Leistungskurs
(fünf Stunden) und dem Grundkurs (drei Stunden) wählen. Darüber hinaus werden –
bei Interesse der Schüler und einer entsprechenden Ausstattung der Schule mit
Lehrkräften - in der Oberstufe Ergänzungsgrundkurse (drei Stunden) angeboten.
In den Klassen fünf bis acht dient das Lehrwerk
„Deutschbuch“ in vielen
Unterrichtsstunden als Arbeitsgrundlage, ergänzt wird es durch weitere in
Klassensätzen vorhandene Werke, so z.B. durch eine Grammatik und - in den
höheren Klassen zunehmend - durch Monographien.
In der Oberstufe werden vorwiegend Monographien gelesen,
ergänzt durch Auszüge aus Texten unterschiedlichster Art.
In allen Stufen wird nach den am Kompetenzbegriff
orientierten
Rahmenlehrplänen unterrichtet, die von der Senatsverwaltung zum Schuljahr
2006/2007 in Kraft gesetzt wurden.
Sie sind einsehbar unter der folgenden Adresse:
http://www.berlin.de/sen/bildung/unterricht/lehrplaene/index.html
Rahmenlehrpläne räumen der Fachkonferenz Deutsch recht
große Spielräume ein, nicht zuletzt, um ein eigenes Schulprofil zu gestalten. In
der Oberstufe wird dieser Spielraum allerdings durch Vorgaben des Zentralabiturs
wieder etwas eingeschränkt.
Die schulinternen Umsetzungen der Rahmenlehrpläne für die
Klassen 5/6, 7/8 und 9/10, die von der Fachkonferenz Deutsch entwickelt wurden,
finden Sie auf der Homepage unserer Schule unter dem Stichwort „Fachbereiche“.
Um den vielfältigen Aufgaben des Faches gerecht zu
werden, ist der Fachbereich Deutsch mit allen Gegebenheiten ausgestattet, die
ein zeitgemäßer Unterricht voraussetzt. Die Bibliothek der Schülerbücher wird -
auch in Zeiten knappen Geldes - so ausgestattet, dass neben den klassischen
Werken der Literatur auch aktuelle Stoffe gelesen werden können.
Für den Einsatz moderner Medien - von Video und DVD bis
zur Nutzung des Internets - sind sowohl fachbereichseigene als auch
schulallgemeine Geräte und Räume vorhanden. Der Fachbereich verfügt über einen
eigenen Fachraum und einen angrenzenden Gruppenraum.
Die Schule hat nicht nur die Aufgabe, Schüler zum Abitur
zu führen, sie muss auch die praktische Ausbildung der kommenden
Lehrergenerationen sicherstellen. An unserer Schule werden daher auch im Fach
Deutsch regelmäßig Praktikantinnen und Praktikanten sowie Referendarinnen und
Referendare auf ihren künftigen Beruf vorbereitet.
Die kontinuierliche Ausbildung sorgt mit für eine stetige
Aktualisierung der Methoden und Materialien.
Gegenwärtig unterrichten im Fach Deutsch die folgenden Kolleginnen und Kollegen: Frau Amelsberg (b), Frau Benes, Frau Dalbeck-Visentin, Frau Demgensky, Herr Eichhorn, Herr Hapke, Frau vom Hofe, Frau Kärger, Herr Kindler, Frau Klink, Frau Lahser, Frau Lettau, Herr Rinklake, Frau Rosken, Frau Scheiwe, Herr Dr. Strub, Frau Widera.
Klemens Rinklake, Fachbereichsleiter
Dezember 2011